Dr. Ophelia Nick BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Gut 80 Frauen gaben dem Ehrenamt ein Gesicht

Ophelia NickOphelia Nick

Mit einer besonderen Aktion auf dem Hof der Feuerwache gaben gut 80 Frauen dem Ehrenamt ein Gesicht (Quelle: TME).

Eine tolle und hoffentlich auch nachhaltige Aktion der Frauenbeauftragten Gudula Kohn, Wülfrather Politikerinnen und ehrenamtlich engagierten Frauen. Frauen sind wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, tun viel für die Stadt und haben Spaß dabei. Wir sind viele, könnten aber noch mehr werden.

Frauenzeichen

Aus dem Korb der Drehleiter fotografiert: Wülfrather Ehrenamtlerinnen stellen das Frauenzeichen. In der Mitte: die Fotografen Peter Delvos und Burkhard Rüdiger. Foto: TME

Die entsprechende Ausstellung wird am 2. Mai eröffnet – Frauen, die sich in Wülfrath engagieren, ob politisch, ehrenamtlich oder in Vereinen.

Wir alle sind zusammengekommen und über unsere Arbeit wird am 2. Mai eine Ausstellung im Rathaus eröffnet, die die gesellschaftlich so wichtige Arbeit von Frauen sichtbar machen soll und natürlich andere Frauen motivieren soll, sich auch einzumischen. Dass das eine persönliche Bereicherung ist, war am Fototermin für uns alle zu spüren. Frauen in Wülfrath sichtbar machen (Quelle: TME)

Frauen

Respekt fürs Ehrenamt wollen sie zollen (hinten, v.l.): Walburga Lambrecht (CDU), Iris Michel (WG), Angela Nadolski (SPD), Angelika Sprink (Jugendförderung), (unten v.l.) Bettina Molitor (SPD), Gudula Kohn (Gleichstellungsbeauftragte) und Ophelia Nick (Die Grünen). Foto: TME

Gerade einmal 6 Frauen sitzen im Rat der Stadt – von insgesamt 34 Mitgliedern. „Viel zu wenige“, befindet Gudula Kohn, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Mit Unterstützung Wülfrather Kommunalpolitikerinnen will sie das ändern. Nach mehreren vorbereitenden Treffen haben sie gestern den Startschuss für die Initiative „Frauenaktivitäten in Wülfrath sichtbar machen“ gegeben. Im Rahmen eines Fotoprojekts soll aufgezeigt werden, wie wichtig beispielsweise das weibliche Geschlecht für das Ehrenamt in Wülfrath heute ist. „Die Hälfte des Ehrenamts käme ohne Frauen zum Erliegen“, ist sich Kohn sicher.

Die Aktion soll kein Werben für eine Parteimitgliedschaft sein, „hier wedelt niemand mit dem Parteibuch“, sagt Ratsfrau Bettina Molitor. Man wolle aber wirklich sichtbar machen, „wie viele Wülfratherinnen sich schon heute für Wülfrath stark machen“, so sachkundige Bürgerin Iris Michel. „Das Ehrenamt ist stark in Wülfrath, auch durch die Frauen. Ja, es gibt viele starke Frauen hier“, sagt Ratsfrau Ophelia Nick, die unumwunden fordert, „dass die Politik mehr Frauen braucht“. Sie räumt aber ebenso ein, dass es auch Frauen selber sind, die sich zwar einbringen wollen, aber nicht in die erste Reihe gehen möchten.

Vor der Linse die Gruppe „Die Drei“ Gezielt haben die Gleichstellungsbeauftragte und ihre Mitstreiterinnen Frauen angeschrieben, „die in Wülfrath was bewegen, sich fürs Gemeinwohl einsetzen“ – in Bürgervereinen, in der Flüchtlingsinitiative, in Stadtteilvereinen, in der Kirche, im Tierschutz und und und… Sie alle sind eingeladen, am Samstag, 5. März, um 11 Uhr zur Feuerwache an der Wilhelmstraße zu einem Foto-Shooting zu kommen. Dann ist nicht nur ein Gruppenfoto – aus dem Korb der Drehleiter hinab – geplant: Sie formen das Frauenzeichen.

Auch Portraits sollen inszeniert werden. Als Fotografen konnten Peter Delvos, Burkhard Rüdiger und Fritz Reich – die Gruppe „Die Drei“ – gewonnen werden. Aus den Fotografien soll dann eine Ausstellung konzipiert werden – mit Ausstellungsbroschüre. Die Ausstellung soll dann 2. bis 20. Mai im Foyer des Rathauses zu sehen sein. Über weitere Standorte wird zumindest nachgedacht. Zu den Fotos soll es Statements der Frauen geben. Zum einen, so sachkundige Bürgerin Walburga Lambrecht, wolle man mit der Aktion auch dem Ehrenamt Respekt zollen, „zum anderen aber auch ermuntern, sich vielleicht politisch einzubringen.

Wir sind da Ansprechpartner und Türöffner“, sagt Ratsfrau Angelika Nadolski. Der Schritt, sich womöglich politisch zu engagieren, so Kreispolitikerin Barbara Enke, „bedarf aber auch einer inneren Einstellung, was ändern zu wollen. Man muss bereit sein, sich zu äußern.“ Die Aktion, so Kohn, sei als niederschwelliges Angebot gedacht. „Es kann Motivation sein“, sagte sie – der Anfang eines Netzwerkes. Nur wenn man möchte, dass im neuen Rat der Frauenanteil höher sein soll, müsse heute anfangen dafür zu werben, betont Gudula Kohn – und erntet zustimmendes Nicken – aus allen politischen Lagern. „Das hier ist schon ein kleines Netzwerk unter Frauen über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg“, fügt sie hinzu.

privat und beruflich: 1973 geboren, Ruhrgebietskind, verheiratet, 4 Jungs. Nach dem Abi zum Biohof. Tierärztin, summa cum laude in Tierverhalten promoviert. Zurzeit Politikerin, Unternehmerin und Ehrenämter (Z.B. ABL e.V. NRW Vorsitz, Mehr Demokratie e.V., INGA Flüchtlingshilfe e.V, usw.) GRÜNE Funktionen: Mitglied im Landesvorstand NRW, Sprecherin BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Mitglied in zwei LAGen und Votum von beiden. Sprecherin KV Mettmann, sachkundige Bürgerin in der Kreistagsfraktion, im Rat der Stadt Wülfrath und Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses.