Dr. Ophelia Nick

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Uganda: fruchtbares Land, reich an Freundlichkeit,
Demut vor der Natur

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Uganda, das Land zwischen Kongo, Südsudan, Kenia, Tansania und Ruanda liegt am Äquator und ist eines der naturreichsten und fruchtbarsten Länder der Welt. Nach einer langen Zeit von Diktatoren und schrecklichen Bürgerkriegen ist seit fast zwei Jahrzehnten mehr oder weniger Ruhe in das Land eingekehrt. Die Menschen können ihre Zukunft planen und die Tierwelt erholt sich. Die Jugend (Altersdurchschnitt 15 Jahre) schaut optimistisch in die Zukunft und die Tiere, die auch dem Krieg zum Opfer gefallen sind, können in den vielen geschützten Parks ungestört leben. Beispielsweise die seltene Rothschild-Giraffe, die eine Unterart ist und in Uganda endemisch ist.

Mit großem internationalem Einsatz und einem hohem Wildhüteraufkommen können sich mittlerweile auf einer Wiederanzuchtstation Breitmaulnashörner fortpflanzen. Die Zahl hat sich von 6 auf 26 erhöht und die ersten können bald in die Parks ausgewildert werden.

Die Begegnung mit den sanften Berggorillas nach einem anstrengenden Anstieg in den Biwindi-Bergen war ein besonderer Moment in meinem Leben. Demütig erlebt man diese wunderbaren Tiere, die uns so nah sind und die voller Vertrauen unseren Schutz annehmen. Die Menschen in dieser Region kümmern sich faszinierend um diese Tiere und die umliegenden Dörfer sind wirtschaftlich gut aufgestellt, denn die vielen Touristen, die die Gorillas besuchen, bringen Geld in die Region. Noch nie hat ein Berggorilla einen Zoo überlebt, sie sind nur in diesen Bergen überlebensfähig. Die weltweiten Anstrengungen, den Lebensraum dieser besonderen Tiere zu erhalten, zeigt Erfolge in einer wachsenden Population.

Verschiedene Schulprojekte welche wir uns anschauten, zeigten die unendlichen Schwierigkeiten eine Pädagogik zu finden, die für diese Kinder und für dieses Land passend sind. Übernimmt man einfach die Schul- und Lernsysteme der westlichen Welt (in dem Fall England)? Es ist fraglich, ob die Kinder auf ihrem späteren Lebensweg davon profitieren und wir fragten die Lehrer, was denn mit den Kindern nach der Schulzeit wird. „Sie gehen zurück in die Dörfer und helfen auf den Feldern und im Haus“.  Da die Schulwege so lang sind, müssen zudem die Kinder ab 6 Jahren oft in den Schulen übernachten und sogar monatelang in den Schulen leben.

Deshalb fanden wir ein Projekt besonders spannend, dass sehr auf die Kreativität der Kinder, auf praktische Fähigkeiten und auf neue nachhaltige Anbautechniken setzt. Gemeinsam mit Eltern wird die Landwirtschaft fortentwickelt und durch Austausch von Saatgut, Biogasgewinnung oder Tierzuchten wirkt die Schule auch in die Familien hinein.    

Was einem wirklich auffällt: Kinder wo man geht und steht. Die Hälfte der 40 Millionen Ugandeser sind unter 15 Jahre alt. 12 bis 16 Geschwister ist völlig normal und die Mädchen bekommen schon oft Kinder, wenn sie noch zur Schule gehen. Gesundheitliche Aufklärung, sexuelle Selbstbestimmung und Bildung sind hier die wichtigsten Antworten, aber Sex ist in dieser Gesellschaft ein Tabu. Und viele christliche und muslimische Einrichtungen nutzen ihren Einfluss, dass das so bleibt.

Uganda ist ein unbeschreibliches Land. Mit den Land- und Schulprojekten bleiben wir weiter im Kontakt und es sind oft kleine Dinge, die die Menschen vor Ort unterstützt. Die Fruchtbarkeit dieses Landes ist erschlagend. Es ernährt die Menschen vor Ort und eine schonende wirtschaftliche Weiterentwicklung bei Achtung der Natur wäre der beste Weg. Denn die reiche Pflanzenwelt wird ausgedünnt (Feuerholz) und es ist die grüne Lunge von Uganda und der Welt, die so massiv gefährdet ist. 

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