Verbraucherschutz

Wir brauchen eine echte

Wahlfreiheit für Verbraucher*innen,

durch klare Kennzeichnung:

regional, fair, Tierhaltung, vegan und

vegetarisch.

Die Lebensverschwendung

und Verpackungsflut muss dabei

vermindert werden.

Verbraucherpolitik

Verbraucher*innen können durch ihre Entscheidungen an einer besseren Lebens- und Wirtschaftsweise mitwirken. Sie müssen aber auch geschützt werden, vor der Missachtung ihrer Privatsphäre, faulen Finanzangeboten oder ungesundem Essen.

Die Entwicklung aktiver Verbraucherpolitik haben wir GRÜNE maßgeblich geprägt. Wir stehen für konsequenten Verbraucherschutz, der den Interessen der Wirt­schafts- und Industrielobby selbstbewusst gegenüber tritt.

Verbraucher*innen haben ein Recht auf gute und gesunde Produkte. Sie müssen wissen, wie Produkte hergestellt werden, woher sie stammen und was sie ent­halten. Verbraucherschutz steht im Dienst der Allgemeinheit. Information und Kenn­zeich­nung sind die Grundpfeiler einer starken Verbraucherpolitik.

Grüne Verbraucherpolitik heißt: informieren, beraten, kennzeichnen

Private Daten bleiben privat

In der digitalen Welt werden große Datenmengen automatisiert gespeichert und verarbeitet, beispielsweise im Internet, beim Telefonieren oder bei der Ver­wen­dung von Kunden- und Kreditkarten. Unsere Grundmaxime – auch in der digitalen Welt - lautet: Meine Daten gehören mir!

  • Daten nur mit expliziter Einwilligung der Verbraucherinnen und Verbraucher erhoben, gespeichert, zweckgebunden ausgewertet oder weitergegeben werden dürfen.
  • Den "großen Netzangriff" durch heimliche Online-Durchsuchungen seitens der Sicherheitsbehörden und die Vorratsdatenspeicherung von Tele­kommu­nika­tions­verbin­dun­gen lehnen wir ab.
  • Wir wollen, dass Verträge, die durch Telefonwerbung abgeschlossen wurden, schriftlich bestätigt werden müssen.

Faire Preise und verlässliche Finanzprodukte

Dispo-Wucher wollen wir durch einen Zinsdeckel verhindern und unseriösen Inkasso- und Abmahndiensten durch strengere Regeln und Kontrollen das Geschäft verderben.

Wir sind für faire Energiepreise und mehr Wettbewerb auf den Energiemärkten. Ein Schritt dahin ist die Überführung der Energienetze aus dem Eigentum der Konzer­ne in eine öffentlich kontrollierte Netzgesellschaft.

Wir setzen uns für ein verpflichtendes Verbraucherlabel für alle Finanzprodukte ein, das Sicherheit, Rendite, Laufzeiten sowie ethische und ökologische Kriterien bewertet. Wir wollen Menschen besser vor Abzocke, dem Verlust ihrer Ersparnisse und vor Falschberatung schützen. Banken müssen sich hier ihrer sozialen Ver­ant­wortung stellen.

Globale Gerechtigkeit und Ressourcenschutz

Zu einer Verbraucherpolitik für mehr Gerechtigkeit gehört auch, dafür zu sorgen, dass nicht unter unwürdigen, ausbeuterischen oder gesundheitsgefährdenden Bedingungen produziert wird. Mit dem Konsum fair gehandelter Produkte von Kaffee bis Spielzeug sorgen wir für globale Solidarität.

Ohne gesetzliche Vorgaben klappt das nicht, denn freiwillige Selbst­ver­pflich­tun­gen, zum Beispiel die der Autoindustrie zur CO2-Reduzierung, wurden in der Vergangenheit zu häufig gebrochen. Vor allem eine bessere Kenn­zeichnung – die zum Beispiel den Ressourcenverbrauch der Produkte angibt – und ökologisch sowie sozial faire Preise erlauben es jedem Geldbeutel, auf zukunftsfähige Produkte umzusteigen.

Ich fordere klare Kennzeichnung bei Lebensmitteln

Teilweise ratlos stehen die Verbraucher*innen vor den Regalen und Kühltruhen, wenn es um die Frage geht, ob sie mit ihrem Einkaufsverhalten eine bestimmte Landwirtschaft unterstützen können. Für eine bewusste Kaufentscheidung brauchen Verbraucher*innen deshalb Klarheit über Herkunft und Her­stellungs­weise der Produkte. In ganz besonderem Maße gilt dies für den Bereich der verarbeiteten Produkte: Hier müssen klare Herkunftskennzeichnungen und eindeutige Angaben damit Verbraucher*innen eine bewusste Kauf­ent­scheidung treffen können. Damit schaffen wir mehr Transparenz, mehr Konsumenten­souverä­ni­tät und auch mehr Lebensmittelsicherheit. Dabei sollen kleinere Betriebe nicht mehr belastet werden als die hochtechnisierten Großbetriebe.

Die Kennzeichnung soll regionale, faire, vegane und vegetarische Produkte stärken. Ich will eine verpflichtende Tierhaltungs­kennzeichnung einführen und die Lebens­mittel­verschwendung und Verpackungsflut vermindern.

Die Tierhaltungs­kennzeichnung, die auch die Bundesfraktion im Frühjahr 2016 vorschlägt, ist ähnlich der bereits gut eingeführten Kenn­zeich­nung für Eier und einem Vorschlag, den die Länder­arbeits­gruppe unter der Leitung des grünen Land­wirtschafts­ministers in Baden Württemberg ausgearbeitet hat. Frisches, ab­ge­packtes Fleisch würde je nach Haltung mit Ziffern von „null“ bis „drei“ gekenn­zeich­net. Dabei stünde:

Demeterhof

0 für ökologische Tierhaltung

1 für mehr Platz, höhere Anforderungen an den Stall und Zugang ins Freie

2 für mehr Platz und höhere Anforderungen an den Stall

3 für gesetzlichen Mindeststandard.

Mittelfristig möchten die GRÜNEN klare Kennzeichnungsregeln auf EU-Ebene durchsetzen sowie diese auf andere tierische Produkte wie Milch ausweiten.

Das Transparenzsiegel ist seit dem 25.11.16 online!

Nur der informierte Verbraucher kann mit seinem Einkauf mitbestimmen, wie Produkte hergestellt werden. Deshalb setzte ich mich für eine bessere Kennzeichnung ein und das Tranparenzsiege wäre eine tolle Ergänzung zu den bisherigen Siegeln, evtl. kann es sie sogar ersetzten.

Deshalb freue ich mich zu den Unterstützern zu gehören, s. Website
Transparenzsiegel - Die Unterstützer

Das Transparenzsiegel berücksichtigt folgende Themen :

  • Ökologie, Umwelt
  • Soziales
  • Ökonomie, Herkunft, Wertschöpfung
  • Sektorspezifische Besonderheiten

Das Transparenz-Siegel ist ein ganzheitliches, alle Nachhaltigkeitsdimensionen integrierendes Gesamt- oder Meta-Siegel. Ein Güte- oder Qualitäts-Siegel, das für alle Produkte und Dienstleistungen gleichermaßen gelten soll.

Das Transparenz-Siegel wird auf die Verpackung gedruckt, als Aufkleber auf die Produkte geklebt oder im Kassen-Terminal angezeigt. Bei Benzin ist es auf der Zapfsäule sichtbar. Es dient dazu, dem Verbraucher auf einen Blick anzuzeigen, ob das Produkt seinen Anforderungen in Sachen Nachhaltigkeit entspricht.

Eine Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) mit dem Titel „Chancen und Kriterien eines allgemeinen Nachhaltigkeitssiegels“ kam zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Verbraucher ein solches Transparenz-Siegel dringend wünscht.