Dr. Ophelia Nick BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Bäuerlichen Betrieben eine Zukunft geben – Grund und Boden breit streuen – Eigentum als soziale Verantwortung verstehen

Bodenpolitik BDK - Antrag

Allein von 2006 bis 2015 stiegen die Kaufpreise von landwirtschaftlichen Flächen von Ackerland um 120 Prozent an. In den neuen Bundesländern haben sie sich mehr als verdreifacht, in Mecklenburg-Vorpommern sogar vervierfacht. Der Konzentrationsprozess nimmt in ganz Deutschland zu, denn Land ist zunehmend ein Spekulationsobjekt geworden. Die Übernahme von Flächen durch den Erwerb von Gesellschaftsanteilen oder ganzen landwirtschaftlichen Unternehmen verändert die strukturelle Agrarlandschaft. Gleichzeitig wächst der wirtschaftliche Druck auf jetzige und zukünftige Landwirt*innen, die durch Krisen und internationalem Handel befeuert wird. Wachsen oder weichen, sowie immer mehr monotone, spezialisierte Betriebe sind seit Jahrzehnten traurige Realität. In den letzten zehn Jahren haben 10 Prozent der Betriebe ihre Hoftore für immer geschlossen.

Eine zukunftsfähige Landwirtschaft braucht Boden als Ressource. Landwirt*innen sind diejenigen vor Ort, die Verantwortung für ihre Betriebe übernehmen und den ländlichen Raum beleben. Sie erzeugen Lebensmittel und das im besten Fall bei guter Bodenqualität, einer artenreichen Natur und ohne Belastung für Pflanzen, Tiere und Menschen. Der Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft und Agrarstruktur hat einen ökologischen, einen ästhetischen aber auch einen sozialen Wert und ist Gemeingut unserer Gesellschaft. Eigentümer*innen von Grund und Boden gehen somit auch eine soziale Verantwortung ein.

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Ist Gentechnik dem vielfältigen Angebot der Natur überlegen?

Position der BAG Landwirtschaft & ländliche Entwicklung zur Gentechnik in der Landwirtschaft - 2018

In jährlich wiederkehrenden Umfragen spricht sich die große Mehrheit der europäischen Bevölkerung gegen gentechnisch veränderte Organismen aus. Europäer*innen bezweifeln den Nutzen und haben ethische Bedenken, Pflanzen und Tiere gentechnisch zu verändern. In dem Fall, dass Organismen jedoch gezielt verändert werden, fordern sie, dass mögliche Auswirkungen auf die Natur ausführlich untersucht, deutlich kommuniziert und gekennzeichnet werden. Transparenz und Wahlfreiheit für Verbraucher*innen dürfen deshalb nicht ignoriert werden. Da zudem alle Bereiche entlang der Wertschöpfungskette von der Züchtung bis zum Handel betroffen sind, muss sich auf jeder Ebene gegen Gentechnik entschieden werden können.

Wir GRÜNE, aber auch die mit uns verbundenen Verbände – von Naturschutz- bis zu Landwirtschaftsverbänden – haben klare Vorstellungen für die Erzeugung von Lebensmitteln. Zum Schutz von Umwelt und Gesundheit wird Gentechnik bei der Erzeugung von Lebensmitteln abgelehnt. Dies bezieht sich auch auf die neuen Methoden der Gentechnik, das sog. Gene-Editing, bei denen u.a. die Gen-Schere CRISPR/Cas zum Einsatz kommt. Wieder und wieder wurden trockenheits- und salzresistente Sorten sowohl mit der alten als auch der neuen Gentechnik angekündigt. Bisher ist nichts davon zu sehen.

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Was ist eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft?

Ich bin deshalb konsequent GRÜNE mit Leib und Seele, weil wir die Agrarwende und den Schutz unserer Biodiversität wollen und zwar jetzt! Und ich bin der Überzeugung, dass nur die Landwirtschaft, die die folgenden Kernthesen erfüllt, zukunftsgerichtet und modern ist:

  1. Landwirt*innen sollen für gute Qualität auch ein entsprechendes Auskommen und gesellschaftliche Wertschätzung erfahren.
  2. Verbraucher*innen sollen sich durch eine einfache und klare Kennzeichnung von Lebensmitteln über die Herkunft und Herstellungsweise informieren können.
  3. Nachfolgenden Generationen wollen wir eine Erde mit fruchtbaren Böden, sauberen Gewässern, Ressourcen und Flächen für Natur und Landwirtschaft hinterlassen.
Lebensmittel sollen frei von Pestizidrückständen und Gentechnik sein. Wir brauchen eine echte Wahlfreiheit für Verbraucher*innen, durch klare Kennzeichnung: regional, fair, Tierhaltung, vegan und vegetarisch. Die Lebensmittelverschwendung und Verpackungsflut muss dabei vermindert werden.

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Ophelia NickOphelia Nick

Tiere in der Landwirtschaft – eine Frage der Haltung! BDK Antrag

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Wir wollen raus aus der agroindustriellen Sackgasse! Damit der Umbau der Landwirtschaft hin zu einer umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft gelingt, müssen wir uns gemeinsam auf den Weg machen: Bäuerinnen und Bauern, Verbraucher*innen, die Lebensmittelindustrie und der Handel, die Wissenschaft – insbesondere die Agrar- und Ernährungswissenschaften - und die Politik.

Im krassen Gegensatz zu den oft idyllisch anmutenden Werbebotschaften von Lebensmittelhandel und Agrarindustrie gibt es mittlerweile für über hundert Millionen Tiere in der Landwirtschaft im Laufe ihres kurzen Lebens keinen Tag, an dem sie ihrer trostlosen Stallhaltung entrinnen können.

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