
Start der Grünen Woche im Zeichen großer Herausforderungen
Start der Grünen Woche im Zeichen großer Herausforderungen
Ophelia Nick, Sprecherin für Landwirtschaftspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, kommentiert den Start der Grünen Woche 2026 wie folgt:
„Die Grüne Woche beginnt und sie steht dieses Jahr im Zeichen großer Herausforderungen. Viele Menschen in diesem Land haben nicht genug Geld, um sich gesunde Lebensmittel zu leisten, weil Lebensmittelpreise seit 2020 im Durchschnitt um gut ein Drittel seit 2020 gestiegen sind. Landwirtschaftliche Betriebe ächzen unter dem Druck der niedrigen Erzeugerpreise, während große Lebensmittelkonzerne hohe Gewinne einstreichen. Das sind existenzielle Bedrohungen, auf die wir bisher keine politische Antwort von Minister Rainer sehen konnten.
Ähnlich konzeptlos agiert die Regierung dabei, unsere Landwirtschaft zukunftsfest zu machen. Wer nach politischen Maßnahmen sucht, die auf Umwelt-, Tier- und Klimaschutz ausgerichtet sind, wird bitter enttäuscht. Doch damit nicht genug: Bestehende Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit – Stichwort Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung, Weideprämie, Stoffstrombilanz oder Zukunftsprogramm Pflanzenschutz – werden aufgeschoben oder aufgehoben. Statt Antworten auf die großen Probleme unserer Zeit gibt es Rückabwicklung im großen Stil und Dieselsubvention.
Der Kurs der Regierung ist Anlass zu großer Besorgnis. Unsere Landwirtschaft ist so vielfältig wie unsere Regionen und diese Vielfalt muss gesichert und gefördert werden. Eine Agrarexportstrategie löst die strukturellen Probleme nicht, zudem bleibt völlig unklar, wie sie kleinen, regional wirtschaftenden Betrieben zugutekommen soll.
Wir Grüne nehmen diese Entwicklungen sehr ernst. Deshalb werden wir heute einen Antrag in den Bundestag einbringen, der diese Probleme angeht: Für starke Regionen, für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und für bezahlbare, gesunde Ernährung für alle.“








