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15.10.2026

Pressestatement: Licht und Schatten bei Regeln für Agrarförderung

Pressestatement

Licht und Schatten bei Regeln für Agrarförderung

Pressestatement
Berlin, 15.10.2026

Der Bundestag berät heute Abend (Donnerstag) abschließend über ein Gesetz*, das Regeln der europäischen Agrarförderung vereinfachen soll. Es geht darum, welche Umweltanforderungen Höfe erfüllen und welche Nachweise und Kontrollen dafür nötig sind. Bio-Betriebe sollen bestimmte Standards, die durch ihre Öko-Zertifizierung bereits abgesichert sind, nicht noch einmal über die GAP nachweisen müssen. Bei Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall bekommen Behörden mehr Spielraum für Ausnahmen. Enthalten ist auch Sonderregelung zu Fruchtwechseln für kleinere Betriebe.

Ophelia Nick, Bundestagsabgeordnete für den Kreis Mettmann und Sprecherin für Landwirtschaftspolitik der Grünen Bundestagsfraktion dazu:

„Bei den Regeln für die Agrarförderung gibt es Licht und Schatten. Gut ist: Rund 36.700 Öko-Betriebe müssen Umweltleistungen künftig nur einmal nachweisen. Wenn Höfe nach den strengen Regeln der europäischen Öko-Verordnung zertifiziert und kontrolliert werden, müssen sie für die Agrarförderung nicht noch einmal abgestempelt werden. Genau so geht Entlastung: Doppelte Nachweise weg, Standards bleiben.

Schatten sehen wir dort, wo Vereinfachung mit der Abschaffung von Umweltstandards verwechselt wird. Grünlandschutz oder Fruchtwechsel sind eben keine nervigen Papierstapel, sondern sinnvoll für Boden, Klima und damit die Grundlage der Landwirtschaft.

Wer hier Regeln schleift, erweist Umwelt und Landwirtschaft einen Bärendienst. Das bleibt auch mit Blick auf die Agrarförderung nach 2027 ein Thema. Vereinfachen ist wichtig. Standards sind es aber auch. EU-Gelder sind einer der wichtigsten Hebel, um Höfe für zusätzliche Leistungen für Umwelt und Klima zu honorieren und Strukturen in den ländlichen Räumen zu erhalten. Wir erwarten von Landwirtschaftsminister Rainer, dass er sich für eine starke GAP einsetzt, die an EU-weit geltende Standards im Umwelt-, Klima- und Tierschutz geknüpft ist und auch Zusatzleistungen der Höfe entlohnt.“

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