
Bund fördert Sanierungen von Freibad in Wuppertal und weiteren Städten in NRW
Ophelia Nick und Bündnis 90/DIE GRÜNEN Wuppertal begrüßen Förderentscheidung, großer Sanierungsstau bei kommunalen Schwimmbädern bleibt
Gute Nachrichten für Wuppertal: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ (SKS-Schwimmbäder) die Förderung der Sanierung des Freibads Eckbusch in Wuppertal-Katernberg mit 933.750 Euro beschlossen.
Ophelia Nick, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Obfrau im Ausschuss für Sport und Ehrenamt, erklärt:
„Das ist eine gute Nachricht für Wuppertal und für alle Menschen, die das Freibad Eckbusch nutzen. Schwimmbäder sind ein unverzichtbarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie ermöglichen Kindern das Schwimmenlernen, bieten Raum für Vereinssport und Bewegung und sind Orte der Begegnung und sozialen Teilhabe. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Sanierung des Freibads Eckbusch mit knapp einer Million Euro vom Bund unterstützt wird.“
Auch Franziska Truse, Sprecherin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Wuppertal, begrüßt die Entscheidung:
„Wir freuen uns sehr über die Förderung für das Freibad Eckbusch. Das Bad ist für viele Menschen in Wuppertal ein wichtiger Ort für Sport, Erholung und Gemeinschaft. Die Bundesförderung ist ein wichtiger Beitrag, damit diese Infrastruktur erhalten und zukunftsfähig gemacht werden kann.“
Gleichzeitig zeigt der enorme Andrang auf das Förderprogramm, wie groß der Sanierungsbedarf bei den kommunalen Schwimmbädern ist. Dem beantragten Fördervolumen von rund 3,2 Milliarden Euro stehen lediglich 250 Millionen Euro an verfügbaren Fördermitteln gegenüber.
Ophelia Nick:
„Ich freue mich über jedes Projekt, das jetzt eine Förderung erhält. Gleichzeitig ist es enttäuschend, dass so viele Kommunen leer ausgehen müssen. Wenn rund 3,2 Milliarden Euro Förderbedarf auf dem Tisch liegen, aber nur 250 Millionen Euro zur Verfügung stehen, wird deutlich, wie groß die Lücke ist. Das Förderprogramm ist ein wichtiger Schritt, aber es bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein.“
Der Investitionsrückstand bei kommunalen Sportstätten ist seit Jahren bekannt und wächst weiter. Laut KfW-Kommunalpanel 2026 liegt der wahrgenommene Investitionsrückstand bei kommunalen Sportstätten inzwischen bei 21,6 Milliarden Euro.
„Der Bund kann den Sanierungsstau nicht mit einzelnen Förderaufrufen lösen. Wir brauchen eine verlässliche, langfristige Förderung, die Kommunen Planungssicherheit gibt. Gerade bei Schwimmbädern geht es um Infrastruktur, die über Jahrzehnte gebraucht wird. Entsprechend müssen Kommunen auch über Jahre hinweg planen können.“
Aus Sicht von Ophelia Nick muss deshalb bereits jetzt geklärt werden, wie die Förderung nach 2027 weitergeht.
„Kommunen, die in dieser Förderrunde nicht zum Zuge kommen, dürfen nicht vor einem völlig offenen Ausgang stehen. Sie brauchen die Perspektive, dass es auch in den kommenden Jahren Fördermöglichkeiten geben wird und sie ihren Antrag erneut stellen können. Nur mit dieser Planungssicherheit können notwendige Sanierungen strategisch vorbereitet werden.“
Auch die Ausgestaltung des Programms müsse stärker auf die Situation der Kommunen eingehen. Kurze Antragsfristen und aufwendige Antrags- und Nachweisverfahren könnten insbesondere kleinere und finanzschwächere Kommunen vor große Herausforderungen stellen.
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Wuppertal und Ophelia Nick begrüßen die Förderung für das Freibad Eckbusch ausdrücklich. Gleichzeitig sei klar, dass weitere Investitionen notwendig sind, um die kommunale Sportinfrastruktur dauerhaft zu sichern.







